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Hallo Gasrebellen, hier ein Leserbrief von unseren Mitstreiter aus Wilhelmshaven gegen die EWE

Veröffentlicht am 17.05.2011
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Leider geht es vielen Verbrauchern im EWE-Land nur darum, Geld von EWE zurück zu erhalten. Dazu suchen sie eine möglichst kosten- und risikolose Beratung. Das aber war und ist nicht der Grund des Protestes der Bürgerinitiativen in ganz Deutschland gegen zu hohe Energiepreise, sondern die unverhältnismäßige Bereicherung der Energiekonzerne, dazu gehört eben auch EWE. Die Initiativen im Weser-Ems-Raum sollten sich nicht vor den Karren spannen lassen, Geldbeschaffungsinstitution für Verbraucher zu sein. Das können Anwälte viel besser. Diese Zusammenhänge aber scheinen weder Herr Dr. Brinker noch Herr Just verstanden zu haben. All diejenigen, die an dem Protest beteiligt waren, haben längst auf dem Klageweg das Geld zurück verlangt.

 
Trotzdem einige Anmerkungen zum Thema:
 
  1. Warum hat EWE ab 01.09.2010 neue AGB´s konzipiert und besteht auf Anerkennung? Was steht da drin, was vorher nicht enthalten war? Es kann sich doch nur um Formulierungen zu Ungunsten der Verbraucher handeln. Deshalb sollten diese auf keinen Fall anerkannt werden!
 
  1. Wenn man mit der einseitigen Handlungsweise eines Vertragspartners nicht einverstanden ist, muss man dagegen Widerspruch einlegen. In Sachen Energiepreise haben bisher alle Gerichte bis hin zum BGH deutlich gemacht, wie wichtig der rechtzeitige Widerspruch gegen alle Preisänderungsverlangen der Versorger ist, wichtiger jedoch noch der Widerspruch gegen die Jahresrechnung innerhalb einer angemessenen Frist. Das sollten alle Verbraucher beherzigen!
 
  1. Wenn man in so einer komfortablen Situation wie EWE-Kunden gegenüber EWE ist, sollte man die Trümpfe nicht aus der Hand geben und nicht auf Lockangebote hereinfallen. EWE muss zahlen, ohne wenn und aber und ohne immer wieder hinterhältige Bedingungen aus dem Nähkästchen zu zaubern.
 
Vorgehensweise ohne Differenzierung einzelner Gruppen:
 
  1. Widerspruch gegen die Energiepreise einlegen.
  2. Rückforderung unter Bezug auf das BGH-Urteil stellen, Frist setzen (2 Wochen) für volle Zahlung ohne Bedingungen. Ankündigen, dass man, sollte die Zahlung nicht erfolgen, den Betrag einklagen wird (über einen Anwalt). Alternativ kann man folgendermaßen nach Ankündigung an den Versorger vorgehen: der Betrag wird von der nächsten Jahresrechnung bzw. den Abschlagszahlungen auf diese abgezogen. Die Einzugsermächtigung wird widerrufen und per Dauerauftrag nur der Betrag gezahlt, den man unter Berücksichtigung der Rückforderung zahlen müsste. Und schon hat man das Geld im Sack!
  3. Dieses Vorgehen ist für alle Gruppen anwendbar, ob man Widerspruch eingelegt hat, oder nicht, ob man den Anbieter gewechselt hat, oder nicht. Der BGH hat ein rechtskräftiges Urteil für einen bestimmten Zeitraum gefällt. Jeder, der innerhalb dieses Zeitraums EWE-Kunde war und zuviel gezahlt hat, hat Anspruch auf Rückzahlung.
  4. Risiko bei Rechnungskürzung: Man kann von EWE verklagt werden. Sicherung: Mitglied beim Bund der Energieverbraucher (BdE) werden und in den Prozesskostenfonds einzahlen. Diese „Kriegskasse“ ist gut gefüllt weil sich eben viele an dem echten Protest beteiligen und kein Risiko scheuen.
  5. Was beim EuGH herauskommt, bleibt abzuwarten. Auf keinen Fall aber jetzt schon auf Forderungen aus 2004 bis 2007 verzichten.
 
Mit freundlichem Gruß
 
Hans Eßer
 

Zuletzt geändert am: 17.05.2011 um 15:59:32

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