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ON - Online Ausgabe, 15.03.2011

Veröffentlicht am 18.03.2011
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wit. Nicht ohne Sorge schaut der Oldenburger Energieversorger EWE nach Luxemburg. Dort muss der Europäische Gerichtshof (EuGH) entscheiden, ob die gesetzlichen und auch von der EWE bis 2007 vewendeten Preiserhöhungsklauseln so verbraucherfreundlich sind, wie es die EU-Gasrichtlinie vorschreibt.

Dr. Werner Brinker, Vorstandsvorsitzender der EWE, sagte, die Stellungnahme für den EuGH werde auch in Gesprächen mit dem Bundesministerium für Wirtschaft vorbereitet. Letztlich, so Brinker, gebe es zwei Szenarien. Entweder der EuGH entscheide, alles, was bisher gemacht wurde, war falsch und ist deshalb unrechtmäßig. Die Kunden bekommen deshalb Geld zurück. Solch eine Entscheidung treffe nicht nur die EWE, sondern die gesamte Gaswirtschaft. Und die sei dann Bankrott. Das andere Szenario sei, dass der EuGH die Vergangenheit ruhen lasse, aber klare Hinweise darauf gebe, wie Preiserhöhungsklauseln zukünftig aussehen müssten.

Allem Anschein nach will es die EWE auf den EuGH ankommen lassen und, trotz des drohenden Bankrotts, keine außergerichtliche Einigung anstreben. Auf die Frage, ob EWE Rückstellungen für eine Befriedung in der Bilanz habe, antwortete Brinker mit „Nein!“. Rückstellungen gebe es nur für die laufenden Rückforderungsprozesse. Dieser Betrag sei noch nicht ausgeschöpft; 10000 Klagen seien einkalkuliert.

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 Quelle: Ostfriesische Nachrichten

Zuletzt geändert am: 18.03.2011 um 15:19:23

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